Also doch: Es ist kein Gerücht, dass Ethanol (Alkohol) alles zerfrißt und quellen lässt?
Weit gefehlt. Solche Gerüchte werden durch viele unwissende und falsche Propheten geschürt. Im Falle dieser Kraftstoffpumpe ist dieses Gerücht klar als Gerücht und Angstmacherei zu  bezeichnen. Selbstredend hat es die Hauswerkstatt auf Ehanol geschoben, sich allerdings nicht die Mühe gemacht, die eigentliche Kraftstoffpumpe aus der Kunststoffummantelung zu entnehmen und zu zerlegen, um wirklich nachzuschauen und die Ursache zu lokalisieren.
In Bild 1. ist zunächst zu erkennen, dass der Kunde nicht nur Benzin sondern auch recht viel Sand getankt hatte, was im Laufe von knapp 68.000km wie Schmirgelpapier gewirkt hat. Alle Bauteile befinden sich dennoch in gutem Zustand und liegen in den Sollmaßen.
Es sind keinerlei Fressspuren oder Zerfressungen oder Oxidationen zu erkennen. Auf Bild 2. sieht man allerdings die eindeutige Ursache. Am Läufer ist bedingt durch die Laufleistung der Laufring komplett abgenutzt was zur Folge hatte, dass die Pumpe nicht mehr korrekt gedreht und somit nicht voll gefördert hat.
Der Nebeneffekt war ein niedriger Kraftstoffdruck und somit auch ein sehr schlechtes Anspringverhalten. Diese Kraftstoffpumpe wäre auch mit Benzin im Tank ohne Zweifel defekt geworden.

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