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Sehr geehrter Besucher

Leider erleben wir es immer wieder, daß telefonisch oder per mail immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden. In diesem FAQ Bereich haben wir uns Recht viel Mühe gegeben die werblichen Argumente etwas hinten an zu stellen und möglichst präzise zu Einzelfragen zu antworten. Bitte lesen Sie daher die FAQ vor einer Anfrage bitte komplett durch, zumal ggf. die ein oder andere Thematik, die Sie nicht angefragt hätten, ebenso von Interesse sein kann.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)



1A. Was ist Bioethanol?


Bioethanol oder Ethanol sind Alkohole, welche von der chemischen Zusammensetzung gleich sind. Wie die Bezeichnung Bio beim Bioethanol ausdrückt, wird dieser Alkohol aus regenerativer Biomasse - sprich Stärke oder zuckerhaltigen Pflanzen wie Zuckerrohr, Kartoffeln oder Weizen - gewonnen. Derzeit wird zudem zu den klassischen Pflanzen in viele mögliche Richtungen geforscht, um Alkohol in großen Mengen zu erzeugen, wie beispielsweise schnellwachsende Algenstämme. E85 wird durch die EU ausdrücklich gefördert und ist bis zum Jahre 2015 vor nationalen Besteuerungen geschützt, so dass der Endverbraucherpreis zumindest nicht durch Drehen an der Steuerschraube steigen wird.

Ein sehr großer Vorteil von Ethanol ist die Umweltverträglichkeit. Lange Transportwege entfallen und eine Umweltgefahr ist nur bedingt gegeben. Unglücke wie beispielsweise bei Mineralöltransporten durch verschmutzte Küsten und tote Lebewesen (z.B. Exon Valdez) sind nahezu ausgeschlossen.



2A. Wieviel Rohstoffe müssen eingesetzt werden um Menge X Alkohol/Ethanol zu erzeugen?


Um Ihnen einmal einen Anhalt zu geben, daß die Alkoholproduktion sehr effektiv sein kann hier einmal ein paar Zahlen.
Um 1000 L zu erzeugen benötigt man in etwas 1,6to Zucker oder 1,9to Kartoffeln oder 2,5to Mais oder 3to Getreide.
Es muß bei den Sorten (gerade bei Getreide) berücksichtigt werden, daß diese oftmals speziell für die Ethanolherstellung angebaut werden und als Lebensmittel kaum geeignet sind.
Die Reststoffe der Produktion werden zu 100% weiter verwertet da sie sehr eiweißhaltig sind. Sie finden Verwendung als Viehfutter oder Düngemittel. Weitere Verwendung wird sich
zudem künftig in der Gasproduktion finden welche oftmals noch belächelt wird da kaum jemand um die Tatsache weiß, daß de Biogasproduktion aus diesen Reststoffen sehr effektiv
sein kann und zudem zu einer weiteren CO/2 Reduktion führt.       



3A. Warum E85 und kein reiner Alkohol?


Im Gegensatz zu sehr warmen Ländern benötigt man bei ausgekühlten Motoren zum Starten eine zündfähige Kraftstoffmischung, welche bei reinem Ethanolbetrieb nicht ausreichend gegeben ist. Deshalb mischt man dem Ethanol 15% Kraftstoff bei. E = Ethanol, 85 = 85% Ethanol und 15% Benzin. Einem Einsatz von Reinethanol steht nichts entgegen bei Fahrzeugen, welche nicht komplett auskühlen oder welche eine Motorheizung haben. Eine verbindliche Normung des Kraftstoffes E85 findet derzeit leider noch nicht statt. Es existieren derzeit Vornormen wie die ÖNorm C1114/2007 welche bereits Wintergemisch, ähnlich wie bei Dieselkraftstoff, berücksichtigt. Auf EG und DIN Basis ist die EN15376 mit für Lieferanten und Herstellern verbindlichen Werten gedacht. Mit einer zwingenden Normierung und damit Qualitätsverbesserung wird der Mehrverbrauch der Fahrzeuge ebenso eingeschränkt.



4A. Muß ich ethische Bedenken haben bei der Verwendung von E85 haben?


Es wäre vermessen hier generell nein zu sagen. Kritiker welche Bedenken haben, dass Korn oder andere Gewächse zu Treibstoff aus Alkohol/Ethanol verarbeitet werden müssen sich allerdings fragen lassen, welche Bedenken sie haben wenn sie Apfelbaumplantagen sehen, welche nicht mehr abgeerntet werden weil Ihnen selbst der lokale Apfel zu teuer ist und sie lieber billigere importierte Ware aus dem fernen Ausland kaufen. Wenn man hinter einige vermeintliche Argumente schaut und diese entsprechend beleuchtet, stellt man oft fest, dass es sich lediglich um Parolen handelt von Leuten, welche sich meist nicht von ihrer eigenen Arbeit ernähren müssen. Ein Argument vergisst man sehr oft, nämlich, dass extrem steigende Bevölkerungszahlen in Entwicklungsländern nicht dadurch gesättigt werden können, dass man mehr Lebensmittel in Europa produziert.
Und gerade die Produktion, nicht nur von Lebensmitteln für die Verwendung zur Ethanolproduktion, ist steigerungsfähig.  Ein sehr simples und für jeden nachvollziehbares Beispiel ist einmal nach Polen zu fahren und den Grenzübergang Frankfurt/Oder zu nehmen. Fahren Sie auf deutscher Seite an Wäldern und Feldern vorbei so werden Sie auf polnischer Seite lediglich unbebaute Felder und wilde Flächen wahr nehmen. Unendliche Flächen welche nutzlos brach liegen und aus politischen Strukturen der Vergangenheit nicht bebaut werden, da sich niemand für diese Flächen verantwortlich fühlt. Sandboden für optimalen Kartoffelanbau wird überwuchert mit steppengrasartigen Gräsern statt nutzvollen Kartoffelanbau zu betreiben. Sollten wir hier nicht einmal ansetzen und arbeiten, statt dümmliche Parolen zu klopfen? 


Gerade zum Thema Apfel oder Kartoffel sind zwischenzeitlich viele lokale Brennereien dazu übergegangen Teile der lokalen Produktion hochzufahren und an Kunden vor Ort als Treibstoff zu verkaufen. Eine völlig neue Chance auch für lokale Anbieter welche in diesem Nischenmarkt Geld verdienen ohne, daß die Umwelt durch Importe etc. belastet würde. Es ist zudem möglich Ethanol auch aus
anderen Stoffen wie Holz etc. herzustellen als auch diverse Versuche im Ausland stattfinden Ethanol aus schnellwachsenden Algen zu
produzieren also von den konventionellen Stoffen weg zu kommen. 
Allein die Zukunft und die Forschung wird auch hier neue Lösungen bringen und es gilt Forschung und Denkansätze umzusetzen.
Dafür braucht es aber Zeit und keiner vorschnellen Skandierungen.
Letztendlich muß man Kritikern aber im Umkehrsinn die Frage stellen? Womit fahren Autos für Normalverdiener bezahlbar in 10-15 Jahren?

 

Das Zeitungsberichte etc. oft aus und mit Unkenntniss erstellt werden, sehen Sie hier.

Eine klare Aussage des Schweizer Herstellers "AGROLA" lesen Sie hier:

 

Flyer Agrola (1,05 MB)

 

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5A. Kann man Ethanol und Benzin mischen?


Ethanol und Benzin sind in jedem beliebigen Verhältnis mischbar. Die zusätzlich einzubauende Elektronik muss allerdings erkennen welches Verhältnis vorhanden ist, was durch einen manuellen Schalter geschehen kann oder durch Kraftstoffsensoren.



6A. Wo kommt mein Ethanol eigentlich her?


Wieder und wieder wird Brasilien als Ethanolproduzent angeführt. Das ist sicherlich auch richtig, nur liegen in Europa ebenso riesige Ethanolwerke. Beispielsweise Spanien und Frankreich aber auch Deutschland, wo gerade angesichts der Beimischungspflicht zu Benzin sehr große Werke entstanden, verfügen über ein riesiges Potential. Mit Stand Januar 2008 muß man aber leider feststellen, dass diese Werke zu maximal 50% ihres Potenziales produzieren und teilweise sogar Werke stillgelegt sind. 



7A. Aber warum ist das so es ist doch sogar Beimischungspflicht?


Die meisten europäischen Hersteller produzieren gute Qualitäten und liefern in den KFZ-Bereich bereits freiwillig nach Vornorm. Die Mineralölkonzerne aber verwenden zur Beimischung möglichst billige Ware. Diese ist in Europa kaum verfügbar, weswegen man quasi mit staatlicher Förderung Ware aus Entwicklungsländern bezieht, welche überhaupt einigermaßen verwendbar zur Beimischung im Benzin ist, noch nachbehandelt werden muss. Diese Ware, welche momentan zu 5% beigemischt wird, im Benzin landet gelegentlich auch bei freien Händlern und dann auch wissentlich und unwissentlich bei Tankstellen. Durch Analysen, welche Kunden uns einsandten, konnten wir gelegentlich feststellen, dass die Ware an der Säule teilweise nicht der Vornorm entsprach.
Wir werden daher künftig und nach Rücksprache mit Tankstellen in unserem Tankstellenverzeichnis ausweisen, welche Tankstelle nach DIN-Vornorm anbietet.



8A. Wie richte ich eine Ethanoltankstelle ein?


Einfach gedacht, doch schwer gemacht möchte man da sagen. Die günstigste Variante ist eine bestehende Tankstelle umzurüsten, was bei einem bestehendem unterirdischem Tank ca. 8-12.000EUR kostet. Eine oberirdische Varante ist ausgeschlossen, da selbst mit sehr teuren Gutachten maximal eine Lagermenge von 5.000l erreicht wird, was sich angesichts von Umsatz und Belieferung durch Tanklastzüge absolut nicht rechnet. Die Kosten belaufen sich schlussendlich leicht auf bis zu 20.000EUR und man kann aufgrund der Minimenge nur sehr unvorteilhaft einkaufen um teuer zu verkaufen, zumal leicht Wochenumsätze von 20-30.000L je nach Gebiet und Stadt erreicht werden. Die Errichtung einer Tankmöglichkeit mit einem ggf. gebrauchtem Tank ist auch nicht ganz günstig. Zwar sind Tank, Säule und Zuleitungen etc. oftmals recht günstig, aber es wird eine kraftstoffundurchlässige Fläche auch zur Betankung des Lagertanks gefordert, nebst einer Auffangmöglichkeit, was selbst bei viel Eigenleistung leicht 20.000EUR kosten kann. Die Ansprechpartner für eine Tankstelle in Deutschland sind in erster Linie das Amt für Arbeitschutz beim zuständigen Regierungspräsidenten und die unteren Wasserbehörden bei den Kreisen. Diese erteilen in Gemeinsamkeit die Genehmigungen. Die örtlichen Bauämter sind lediglich zu beteiligen, falls ein Grundstück von einem KFZ-Betrieb zu einer Tankstelle umgenutzt werden soll.



9A. Wo kann man Ethanol tanken?


Das Tankstellennetz in Deutschland, als auch in der EU, baut sich gerade von selbst aus. Da Mineralölkonzerne keinerlei Interesse haben Ethanol zu vertreiben, regelt gerade der Markt die Zunahme von Tankstellen. Mehr und mehr freie Tankstellen haben erkannt, dass man mit Ethanol auch Geld verdienen kann und richten sich dementsprechend ein. Die wohl aktuellste Tankstellenliste finden Sie unter dem Menüpunkt Tankstellen. Eine andere Möglichkeit Ethanol zu beziehen, ist der örtliche Chemiehandel welcher 200 l Fässer liefern kann, zu einem Preis von ca. 1 EUR/Liter. Allerdings ist das Mischen mit Benzin und das Verfahren von solchen Alkoholen beim Hauptzollamt anmelde- und genehmigungspflichtig.



10A. Warum gibt es momentan so wenig Tankstellen und warum steigen bei dem günstigen Preis von Ethanol die Tankstellen nicht schneller um?


Tankstellen mit Pächtern von etablierten Mineralölkonzernen haben selbstredend momentan kein Interesse Ethanol zu verkaufen. Wo immer eine Tankstelle geschlossen wird - und das passiert des öfteren - werden merkwürdigerweise zunächst die Tanks aus dem Erdreich entfernt, obwohl es rechtlich ausreicht diese für erheblich weniger Geld zu spülen und ggf. mit Sand zu füllen. Eine solche Tankstelle zu reaktivieren ist nahezu unmöglich bzw. zu kostenintensiv. Viele vermeintlich freie und nicht nach außen hin markengebundene Tankstellen sind aber oftmals nicht so frei wie es den Anschein hat. Oftmals sind sie auch wieder an andere Unternehmen gebunden, welche wiederum Abnahmeverträge bei Mineralölgesellschaften haben. Oder es ist momentan keine freie Tankkapazität vorhanden, da es mittlerweile ja auch viele Sorten gibt. Der Schritt Ethanol anzubieten fällt zudem vielen Tankstellenbetreibern schwer, da sie sich mit der Thematik noch gar nicht beschäftigt haben und leider gar nicht wissen wie groß das Interesse an Ethanolkraftstoff ist. Sollte Ihre Tankstelle Interesse haben - wir beraten da gern.



11A. Muß ich vor oder nach der Umrüstung noch etwas einstellen oder vorbereiten? Brauche ich ein Vorbereitungsmittel oder Nachbereitungsmittel?


Grundsätzlich zunächst nein. Es ist keinerlei Einstellung weder vor noch nach der Umrüstung erforderlich. Bei älteren Motoren ab ca. 100.000km Laufleistung oder Kurzstreckenfahrzeugen empfehlen wir allerdings dringlichst 1000km nach der Umrüstung das Motoröl zu wechseln, da Ethanol Altverschmutzungen ablöst und diese ins Motoröl gelangen. Etliche tausende Nachrüstungen in ganz Europa, mit unseren Sätzen,  haben gezeigt, daß ein Wechsel des Kraftstofffilters bei regelmäßig gewarteten Fahrzeugen, deren Filter nach Herstellerempfehlung getauscht wurden überflüssig ist. Lediglich bei Fahrzeugen wo der Halter nicht weiß wann diese/dieser getauscht wurde sollte er ggf. erstetzt werden.Auch empfehlen wir bei solchen Motoren das Ventilspiel, bei einstellbarer Ventilbetätigung, kontrollieren und einstellen zu lassen. Diese Arbeiten gehören aber ohnehin zu einem sicheren Fahrbetrieb und stellen gegenüber Benzinbetrieb keinen Nachteil dar. Wundersame Zusatzmittel etc. sind völlig überflüssig, zumal kein Verkäufer/Lieferant einen nachvollziehbaren Grund angeben kann, wozu die Mittel gut sein sollen.



12A. Stehen perspektivisch ausreichend Rohstoffe zur Ethanolproduktion zur Verfügung und welche Auswirken bestehen auf den Lebensmittelpreis?


Einer Studie des deutschen Agrarministeriums zufolge, kann allein in Deutschland auf einem Drittel der Agrarfläche Energiepflanzen angebaut werden, ohne dass dieses Auswirkungen auf den Lebensmittelpreis hätte. Gemessen am Verhältnis des benötigten pro Kopf Kraftstoffverbrauches der Gesamtbevölkerung in Relation dieser Fläche könnte ca. 30% des deutschen Kraftstoffverbrauches mit derzeitigen Mitteln und derzeitiger Technologie hergestellt werden, ohne dass dieses Auswirkungen auf den Lebensmittelpreis hätte. Berücksichtigt man, dass viele Biostoffe beispielsweise aus Altholz oder Ziergrünflächen nutzlos verrotten, ließe sich die Produktion sicherlich noch erheblich steigern. Die derzeitige Forschung wird zudem dafür sorgen, dass die Effizienz in der Produktion, in der Nutzung von Basisstoffen als auch in der Nutzung neuer Ausgangsstoffe künftig noch wesentlich bessere Perspektiven entstehen lassen wird. Allein die Forschung, Ethanol aus schnellwachsenden Algenstämmen zu erzeugen, hat Jahre gekostet und wird derzeit von börsennotierten Unternehmen (welche einmal ganz klein angefangen haben) im Anfangsstadium umgesetzt. Forschung und Umsetzung kostet Zeit und kann selbst bei guten Forschungsergebnissen nicht von heut auf morgen umgesetzt werden. Es ist aber als sehr positiv zu werten, dass die EU- Kommission die Forschung und Entwicklung in Richtlinien durch Steuerermäßigung unterstützt.       



13A. Wie viel CO2 kann durch den Einsatz von Biotehanol eingespart werden?


Durch den 85%igen Ethanolanteil in E85, und somit einem 85% regenerativem Kreislauf, werden 85% der CO2 Emissionen vermieden. Es wird beim Verbrennen von Bioethanol nur so viel Kohlendioxid in die Luft gegeben, wie die Pflanze es im Wachstum aufgenommen hat. Man nennt das auch CO2 neutral. Durch den Betrieb mit Bioethanol entsteht keinerlei Schwefeldioxid mehr.



14A. Warum liest man gelegentlich ausgerechnet von einem Verkehrsclub kritische Bemerkungen zu Ethanol/E85


Ein Verkehrsclub, und gerade der Größte, ist bis auf wenige Sparten zu einem reinen Geschäftsunternehmen geworden. Von der angeblich ach so günstigen Versicherung über Finanzierungen, bis hin zu diversen Dingen welche mit einem Autofahrer vertretenden Club nicht viel gemeinsam haben, wird alles verkauft - inklusive Werbeanzeigen von Mineralölkonzernen in Verbindung mit geringen Preisnachlässen für Clubmitglieder. So kostet eine Seite Werbung in einem Clubmagazin leicht 100.000EUR und in fast jedem Clubheft sieht man oft mindestens zwei Seiten Werbung von Minerälölkonzernen. Bedarf es da noch irgend einer weiteren Erläuterung, warum ein solcher Club gelegentlich leichte, technisch und sachlich nicht nachvollziehbare Seitenhiebe gegen Ethanolfahrzeuge herausgibt? Gerade der größte Automobilclub zeigt aber nirgendwo eine kurz- oder mittelfristige Alternative zu Benzin oder gar Ethanol/E85 auf. Hat das wohl einen Grund oder ist es reine Unachtsamkeit?   Autofahrerklubs in den USA befürworten deutlichst den Einsatz von Ethanol und nicht zuletzt wird ein namhafter Hersteller ab März 2008 fast seine gesamte Autoproduktion als FFV/Ethanolfahrzeug ausliefern - ohne Aufpreis. Mithin knapp 11Millionen Fahrzeuge. Und die Verkehrsclubs unterstützen solche Hersteller zu Recht tatkräftig.



15A. Was hat es mit werblich herausgestellten Patenten auf sich in Verbindung mit Nachrüstungen?


Grundsätzlich steht es jedermann frei ein Patent zu beantragen oder sich als Pionier zu bezeichnen. Es ist immer die Frage zu stellen, ob diese auch erteilt werden und selbst wenn sie versehentlich erteilt werden, ob sie Gültigkeit behalten werden. Als Beispiel sehen Sie bitte den Toilettendeckel, welcher nicht patentiert ist. Er ist aber zu einer solchen Üblichkeit geworden, dass er nicht mehr patentierbar ist. Wohl aber kann man sich den in einer Version patentieren lassen, z.B. mit Nagelbesatz. Ob das aber sinnvoll ist sei dahingestellt, aber werblich hat der Verkäufer ein Patent. Die meisten Anbieter, welche mit Patenten werben, vornehmlich aus Brasilien oder Kleinstanbieter, haben bestenfalls Ihre Verpackung in der Gestaltung patentieren lassen und geben dafür wenigstens eine Patentnr. an, welche man kontrollieren kann und so sehen kann, dass sich die Patentierung auf die Verpackung in Brasilien bezieht. Es gibt aber auch Anbieter, welche um Eindruck schinden zu wollen, mit patentierter Technik werben und nicht einmal wissen was ein Patent oder ein Patentamt ist. Vertrauen Sie also nicht unbedingt patentierter Technik, wenn nicht ein definitiver Nachweis erbracht werden kann, was angeblich patentiert ist. Im Übrigen ist die Technik in der Ethanolumrüstung kaum patentierbar, da schlussendlich ausschließlich vernünftige Ingenieursarbeit und Forschung erforderlich ist und Umsetzung technischer Erkentnisse auf einzelne Fahrzeugtypen. Sollte es anders sein, würde jeder Fahrzeughersteller welcher FFV`s anbietet, jeden anderen verklagen können. Zu den wenigen freien Möglichkeiten, welche es gibt, und da dürfen Sie versichert sein, hat Fuelcat Patente angemeldet, mit welchen wir uns nach außen hin nicht brüsten werden, sondern im Bedarfsfalle die heute übliche Formulierug "Jokerkarte" ziehen werden.



16A. Kann Fuelcat liefern oder gibt es Wartezeiten? Warum sind Fuelcatgeräte trotz qualitativ hochwertigster Ausführung so günstig?


Da wir als einer der ganz wenigen Hersteller in Europa unsere Geräte selbst entwickeln und in Deutschland produzieren, gibt es bei uns keine nenneswerten Wartezeiten. Wir beschränken uns nicht darauf lediglich Ware umzuetikettieren und unter "falscher Flagge" zu verkaufen, was Sie letztendlich auch an der Auswahl für die verschiedensten Systeme sehen. Wir können uns jederzeit an der Nachfrage orientieren und den Kundenwünschen durch Mehrfertigung oder Mehrarbeit entsprechen. Unterstützt werden wir durch moderne Fertigungsmaschinen. Lange Importwege und etliche Zwischenhändler haben wir nicht, ebensowenig wie unkalkulierbare Warenlieferungen aus Ländern, welche gerade für eine gewisse Unzuverlässigkeit bekannt sind.



17A. Werden Fuelcatgeräte wirklich in Deutschland hergestellt?


Werden Sie - garantiert. Es sind uns leider aber auch Vertreiber aufgefallen, welche unsere Geräte "umettikettiert" haben und unter anderem Namen vertrieben haben oder vertreiben. In einem solchen Fall stimmt natürlich deren werbliches Argument, die Geräte seien aus Deutschland, auch. Unsere Garantie und Gewährleistung durch entfernen unserer lfd. Seriennr., welches jedes Gerät trägt, ist in so einem Fall alerdings erloschen. Nicht immer entdecken wir solche Dinge, welche nicht in unserem Sinne sind, sofort. Wir liefern ausschließlich an Firmen mit Werkstätten bzw. eigenen Montagemöglichkeiten, ohne wenn und aber, und sind bemüht solcherlei Unsitten zu unterbinden.
Wenn Sie durch das Internet surfen und sich nach Nachrüstmöglichkeiten umsehen, so sind die Anbieter mit den vollblumigsten Umschreibungen und Standartfloskeln die, die Sie vermutlich in wenigen Monaten nicht mehr am Markt entdecken werden, weil sie irgendwann merken werden, dass man mit Umkleben und flotten Sprüchen zwar kurzfristig verdienen kann - es aber ohne Forschung und Weiterentwicklung und Engagement außerhalb eines Internetprogrammes keine Zukunft geben wird.



18A. Kann ich meinen Motor mit Ethanolbetrieb versichern?


Ja, Sie können den Motor versichern, ab 99EUR pro Jahr. Zwar wird durch den Ethanolbetrieb kein Defekt entstehen, aber wir bieten diese Leistung dennoch an, um auch Herstellergarantien zu ersetzen und wirkliche Sicherheit auch bei Gebrauchtfahrzeugen zu vermitteln. Wir bieten ein spezielles Paket für unsere Kunden an, welche eine entsprechende Garantie gewährleistet. Wir haben uns dabei für ein etabliertes Unternehmen entschieden, welches den nötigen Background bietet. Da wir entsprechende Konditionen und Leistungen ausgehandelt haben, ist es nur möglich den Schutzbrief über uns oder unsere Kooperationspartner zu ordern. Die Garantieleistung kann auch von unseren EU oder EU Partnern  in Spanien, Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Norwegen etc., also überall, angeboten werden was im Umkehrsinn bedeutet, dass Ihnen im Schadensfall im Ausland auch über dieses Netzwerk weitergeholfen werden kann. Fragen Sie hierzu im Einzelfall an, in Kürze wird es möglich sein, diese Leistung gleich bei der Bestellung mit online zu ordern. Für Informationen zu unserer Garantie klicken Sie bitte hier.

 



19A. Wie bestelle ich? Wie stelle ich die Polarität der Einspritzventile fest?


Grundsätzlich liefern wir bei Endverbrauchern einen Polaritätstester mit, welcher nur in den Einspritzstecker eingesteckt wird. Bei roter LED ist die Polarität zum Gerät falsch und muss gedreht werden. Bei grüner LED kann das Fuelcatgerät problemlos montiert werden. Besser ist es natürlich, ein Kunde kann vor der Bestellung die Polarität mit einer Prüflampe oder Taschentester feststellen und angeben. Da auch die Polarität in Fahrzeugbauserien wechseln kann, sollte dieser Test immer gemacht werden - auch bei Fahrzeugen welche uns bekannt sind. Wie es geht, sehen Sie in dem Unterpunktmenue Produkte.



20A. Wo bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen konventionellem Kraftstoff und E85?


Abgesehen von der Herkunft einerseits aus mineralischem Rohöl und Gewinnung aus Energiepflanzen andererseits finden Sie in dieser kleinen Tabelle die wesentlichen Kennzahlen von Superbenzin und E85.

 

Kraftstoffeigenschaften

Super n. DIN EN 228

E85 (besser als DIN 51625-10.2007)

Dichte 15°C [kg/m3]

720-775

780-788

Heizwert [MJ/L]

31,0

22,7

ROZ

min. 95

min. 103 (je nach Anforderungen Sommer/Winterware)

MOZ

min. 85

min. 90 (je nach Anforderungen Sommer/Winterware)

Verdampfungsenthalpie [kJ/kg]

440

840

höhere Alkohole C3-C5 [Vol.%]

k.A.

1,8

Wasser [Vol.%]

k.A.

0,3

Säure als AcOH [mg/L]

k.A.

40

O2-Gehalt

max. 2,7%

max. 32% (bei E90)

Schwefel [ppm]

max. 50

max. 8



21A. Gibt es eine Norm (DIN)?


Seit dem 14.08.2008 ist die DIN Norm 51625 beschlossen und wird nun nach einer kurzen Übergangsfrist für Lieferanten und Tankstellen verbindlich.
War es bisher möglich auch billiges ausländisches E85 zu verkaufen was auch als Profitol bezeichnet wird (viele Tankstellen wussten nicht einmal woher ihr Vorlieferant die Ware bezieht) so wird sich nun dank dieser Qualitätsanforderung das Bild insgesamt ändern.
Leider ist billigste Qualität welche für die gestoppte E10 Beimischung von den Mineralölkonzernen importiert wurde in den freien Markt gelangt. Dieses nun überschüssige
Ethanol hätte in der Beimischung zu Benzin die Benzinnorm noch mit erfüllt, würde aber unbehandelt für E85 nicht zu verwenden sein, zumindest nicht unter dem Gesichtspunkt der 51625 Norm.

 Wir wissen durch Analysen welche wir bundesweit haben durchführen lassen, dass die bisher verkaufte Qualität größtenteils nicht der Vornorm entsprach und somit zu einem deutlich erhöhten Verbrauch geführt hat und zu einem mehr als mäßigen Anspringverhalten.

Diese Zeit wird nun in Kürze vorbei sein, da eine Tankstelle welche nicht nach Norm verkauft keinen Biokraftstoff im Sinne der der EN15376 anbietet und somit der vollen Mineralölsteuer unterliegt was durch Zoll und Finanzbehörden zudem empfindlichst geahndet wird.
Wir empfehlen Ihnen an Ihrer Tankstelle bereits jetzt die DIN 51625 nachzufragen und auf dieser Qualität zu bestehen. Eine solide Tankstelle wird Ihnen ein entsprechendes Analysezertifikat vorlegen können oder es vom Lieferanten abfordern.
Bei Ware von bekannt guten Herstellern wird ohnehin jedem LKW welches das Werk verlässt ein entsprechendes Zertifikat mitgegeben. 
Verlangen Sie also E85 nach DIN Norm denn dafür bezahlen Sie im Vergleich zum europäischen Ausland zudem auch deutlich mehr.

 Die zulässigen Werte gemäß DIN finden Sie nachfolgend:

 


*Klimatische Anforderungen – Summengehalt an Ethanol und höheren Alkoholen:

Klasse A (Sommer): min.75%(V/V) - max. 86%(V/V)

Klasse B (Winter): min. 70%(V/V) – max. 80%(V/V)

 

Übrigens ist es zulässig (wie in Schweden und Norwegen üblich) ab Ende September eine Winterware bis zu E72 anzubieten. Damit springen Fahrzeuge bis minus 20° Grad an.

 

Fragen Sie auch dazu Ihren Tankwart!

 

 

Laut BImSchV §7 sind im geschäftlichen Verkehr die gewährleisteten Qualitäten an den Zapfsäulen (oder sonstwo an der Tankstelle) deutlich sichtbar zu machen. In Deutschland findet man deshalb an allen Zapfsäulen die in der BImSchV (Anlage 1a-c) gefordeten runden Aufkleber mit dem Text:

Wenn Sie solche Zeichen an der E85 Säule sehen wissen Sie, daß es sich um genormten Kraftstoffhandelt mit einer Mindestqualität. Selbstverständlich darf auch eine bessere Qualität verkauft werden.

 


 

Da der Benzinanteil in E85 und E72 einen recht komplizierten Versteuerungsverfahren unterliegt haben Sie hier ein Beispiel dazu!

 

Auslieferung     8.509 l E 85

Ethanolanteil     7.256 l Ethanol

Benzinanteil      1.260 l Benzin

 

 

Steuerberechnung:

 

Steuerentlastung für versteuertes Benzin           1.260 l x 0,6545 =                     €    824,67

Steuererhebung für in den freien Verkehr

überführtes Benzin/Ethanol Gemisch                 8.509 l x 0,6545=                      €  5.569,14

Fiktive Quote 2% v. Ethanol                             7.256 l x 2%=                                  145,12 l

Steuerentlastung für das in der Mischung

enthaltene Ethanol abzüglich fiktiver Quote        7.110,88 x 0,6545=                   € 4654,04

 

Zu zahlen 5.569,14 – 4.654,04 – 824,67 =                                                         €     90,43

 

 

 

 



Hier finden Sie FAQs aus dem Bereich "Technik"




22T. Schadet Ethanol meinem Motor oder Leitungen und Dichtungen?


Hier muss man einleitend sagen, dass der Fahrzeugbetrieb mit Ethanol bereits im II. Weltkrieg aus Rohstoffmangel sehr weit verbreitet war, obwohl die Produktion seinerzeit im Vergleich zur Gewinnung von Kraftstoff aus Mineralöl sehr teuer war. Nach dem Krieg schlief die Ethanolproduktion für den Fahrzeugbetrieb aus Kostengründen wieder ein, da ausreichend Erdöl importiert wurde. Selbst die Werkstoffe damals vertrugen uneingeschränkt den Ethanolkraftstoff. In der heutigen Zeit ist die Motorentwicklung und die Materialentwicklung ohnehin viel weiter. So finden in Fahrzeugen ohnehin ausschließlich sehr harte Ventilsitzringe Verwendung, welche auf den Betrieb mit bleifreiem Benzin ausgelegt sind. Auch Schläuche und Dichtungen sind heutzutage weitaus beständiger gegen Kraftstoffe und Ethanol, zumal im Benzin derzeit eine 5%ige Beimischung Ethanol enthalten ist, welche gemäß EU Verordnung schrittweise erhöht wird. Es ist allerding ein Faktum, dass Reparaturbetriebe sehr schnell das Argument Ethanol heranziehen ohne sich ausreichend gebildet zu haben. Selbstredend geht an Ethanolfahrzeugen auch einmal etwas defekt. Es sind allerdings keine Auffälligkeiten bekannt, welche Schäden auf Ethanolbetrieb schließen lassen. Man muss zudem bedenken, dass ca. 99% aller Ethanolfahrzeuge Gebrauchtfahrzeuge sind, welche umgerüstet wurden. Bei einem Gebrauchtwagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ohnehin einmal etwas defekt wird ungleich höher als bei einem Neufahrzeug. Dennoch schadet eine regelmäßige Kontrolle des Kraftstoffsystems nicht, allein um das Gewissen zu beruhigen.

Klicken Sie hier um ein Beispiel eines angeblichen Ethanolschadens zu sehen.



23T. Schadet Ethanol meinem Katalysator?


Da Ethanol weit weniger katalysatorschädigende Inhaltsstoffe hat wie bespielsweise Schwefel, verlängert sich die Standzeit des Katalysators erheblich und neben einem günstigem Fahrzeugbetrieb kann man somit auch hier Geld für Ersatz sparen.



24T. Wie kann ich selbst einen Test meiner getankten E85 Qualität machen?


Einen recht simplen Test ob Sie wirklich E85 (85% Ethanol und 15% Benzin) getankt haben oder ggf. eine andere Mischung, können Sie sehr leicht selbst machen. Nehmen Sie ein möglichst großes und schlankes Reagenzglas oder Zylinder mit möglichst feiner Ablesung. Füllen Sie nun 200ml E85 in den Behälter und exakt das Doppelte (400ml) an Wasser (möglichst destilliert) dazu. Sie haben nun also 600ml im Behälter. Versiegeln Sie den Behälter nun luftdicht durch einen Gummistopfen oder andere Materialien wie luftunduchlässiges Klebeband. Schütteln Sie den Inhalt gut durch bis eine milchige Flüssigkeit entsteht. Stellen Sie nun den Behälter an einer ruhigen Stelle ab und es wird sich nach einer gewissen Zeit eine Phasentrennung einstellen. Diesen Vorgang können Sie beschleunigen durch eine Abstellung in einem Raum, mit einer Temparatur um die 10Grad, da bei kühleren Temperaturen die Entmischung schneller von Statten geht. Minusgrade sind aber zu vermeiden. Sie können nun die Phasentrenneung beobachten und nach ca. 48Stunden haben Sie eine recht verlässliche Aussage über das Ethanol/Benzin-Gemisch. Das leichtere Benzin setzt sich oberhalb der schwereren Ethanol/Wassermischung ab. Eine Verdopplung der Zeit auf 96 Stunden ist selbst bei dieser simplen Methode eine absolut verlässliche Größe. Sie können nun ablesen ob Sie E85 getankt oder hergestellt haben. Die Berechnung des Gemisches obliegt natürlich der eingesetzten Menge und der Größe und Skalierung des Behälters.    

  

  

  



25T. Kann ich einen Fuelcatsatz auch einbauen wenn ich mein Fahrzeug durch einen Kaltlaufregler oder sonstige schadstoffmindernde Maßnahmen bereits nachgerüstet habe?


Der weiteren Nachrüstung auf Ethanolbetrieb steht nichts entgegen. Auch steht einer weiteren Nachrüstung auf neue und bessere Schadstoffklassen nichts entgegen. Wir stehen diesbezüglich ebenso mit den Herstellern diverser Nachrüstsysteme in Kontakt, als wir auch die Funktionsweise solcher Systeme permanent beobachten. Lobenswert sei hier ebenso angeführt die Offenheit der Nachrüstbetriebe, als auch die kurzen Wege der Kommunikation dieser meist mittelständischen Unternehmen.

  

     



26T. Beeinflußt der Fuelcatmanager den Originalen Kaltlaufregler?


Nein, da diese beiden Systeme nicht miteinander verbunden sind. Der Kaltlaufregler regelt in der Warmlaufphase die zusätzliche Luft um das Abgasverhalten zu verbessern. Der Fuelcatmanager hingegen regelt nur die Kraftstoffmehrmenge die eingespritzt wird, um den Energiemindergehalt des Ethanols auszugleichen.  Also keine Beeinflussung des Originalen Kaltlaufreglers durch den Fuelcatmanager.



27T. Ist es nicht vorteilhaft ein Gerät auch an den Klopfsensor anzuschließen bzw, sind Geräte welche am Klopfsensor angeschlossen werden nicht besser?


Der Klopfsensor ist ein Körperschallsensor, welcher sehr feinfühlig das mehr oder weniger vorhandene Klopfen (Selbstzündungen) in einem Motor aufnimmt.
Er ist ausschließlich für eine Verschiebung des Zündzeitpunktes verantwortlich, und nicht für die Einspritzung.
Um Klopfen bei schlechten Kraftstoffsorten zu vermeiden, wird über das originale Steuergerät der Zündzeitpunkt Richtung spät verstellt. Bei guten Kraftstoffen wird, um ein Optimum an Leistung und Kraftstoffausbeute zu erreichen, der Zündzeitpunkt Richtung früh verstellt. Diese Prozesse laufen aber ausschließlich über das originale Steuergerät ab und sind von außen nicht zu beeinflussen. Bei Kraftstoff Ethanol/E85 geht das Steuergerät entsprechend auf Frühzündung, da über den Klopfsensor bemerkt wird, dass das höheroktanige Ethanol den Motor nicht zum Klopfen bringt. Die Signalaufnahme eines Klopfsensors ist im übrigen recht kompliziert und abhängig vom Steuergerätehersteller, Steuergerätetyp etc., also sehr oft verschieden und von vielen Herstellervarianten und Ausführungen abhängig. Eine Universallösung kann es daher nicht geben.                          
Der Anschluss eines Ethanolsteuergerätes an den Klopfsensor ist insofern überflüssig und bewirkt also gar nichts, außer einen für viele Käufer nicht nachzuvollziehenden PR-Effekt zu erreichen.



28T. Was hat es mit einer stärkeren Motorkorrosion auf sich?


Oft hört man das Argument einer stärkeren Motorkorrosion. Grundsätzlich entsteht Korrosion durch Wasser oder Salze und Säuren. Diese Stoffe sind aber problemlos aus dem Ethanol entfernbar. Ethanol, wie jeder andere Kraftstoff auch, kann Wasser aufnehmen und ist sogar mit Wasser mischbar. Allerdings ist der Kraftstoff in Europa durch eine Vornorm genormt und es sind nur geringste Anteile Wasser zulässig, als auch die Hersteller durchgängig eine perfekte industrielle Produktion sicherstellen. In Brasilien allerdings hält man es nicht so genau und hier kann ein Wasseranteil von 3-7% vorkommen. Selbstredend hat ein Hersteller oder Verkäufer, je größer der Waseranteil ist, umso mehr Profit. Wasseranteile in solch hohen Konzentrationen schädigen dann allerdings die Ventile und Sitzringe wirklich, als auch selbstredend jegliche Korrosion gefördert wird. Hinzu kommt, dass Salze und Säuren dort oftmals aus Kostengründen nur unzureichend entfernt werden. Man kann also dieses Argument nicht 1:1 von Brasilien auf Europa umlegen. Die Gefahr "gepanschten" Kraftstoff - sei es Benzin oder Diesel/Heizöl - zu bekommen hat man fast überall.



29T. Kann Ethanol/E85 auch im Winter gefahren werden? Springt mein Motor dann noch an?


Grundsätzlich uneingeschränkt ja. Voraussetzung ist selbstredend eine einwandfreie Batterie, welche den Motor auch kraftvoll bewegen kann. Ethanol hat durch seinen geringeren Energiegehalt ein schlechteres Anspringverhalten im Winter zur Folge. Je nach Typ des Motores wirkt sich dieses sehr unterschiedlich aus. Ein hochverdichteter Motor startet mit Ethanol/E85 wesentlich leichter als ein niedrig verdichteter bedingt durch den Umstand, dass durch Innenkompression eine Innenwärme erzeugt wird, welche die Zündtemperatur deutlich günstiger beeinflusst. Die Beimischung von Benzin bei Extremtemperaturen verbessert das Startverhalten zwar ungemein, widerspricht aber unserer Philosophie möglichst 100% Ethanol zu fahren. Insofern empfehlen wir die zusätzliche Beimischung bei sich ankündigenden Startproblemen derzeit zwar auch, regen aber an sich lieber eine 220V Motorheizung zuzulegen, welche zudem ein behagliches Auto am Morgen ermöglicht, einen kraftstoffintensiven Kaltstart - gleich ob mit Benzin oder Ethanol/E85 verhindert und zudem zu einer erheblichen Verschleißminderung innermotorisch beiträgt und insgesamt wesentlich verbesserten Abgaswerten. Parallel arbeiten wir an Startsystemen welche Start auch bei -20Grad ermöglichen, ohne Vorheizung (zu bezahlbaren Preisen). Grundsätzlich gilt: Ihr Motor springt nicht einfach urplötzlich nicht mehr an, sondern bei Einsatz von Ethanol/E85 lernen Sie Ihren Motor wieder zu hören und beachten, dass ein Motor Sie letztendlich vorantreibt. Er wird Ihnen rechtzeitig und langsam ankündigen, dass er unwillig wird und dann müssen Sie vorsorglich ggf. durch Beimischung von wenigen Litern Benzin reagieren. Ein Faktor wird oftmals von Unwissenden nicht beachtet: Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass sich Ethanol (E85%) und Benzin (15%) unter Kälteeinwirkung linear zum Temperaturabfall entmischen, was bedeutet, das Fahrzeug würde bei einem durchgehendem E85 Gemisch immer noch gut anspringen, aber durch Kälteeinwirkung hat sich das Gemisch entmischt. Es bedarf dann etwas "orgelns " um ein zündfähiges Gemisch in die Zylinder einzubringen.          



30T. Welche Fahrzeuge kann man mit Ethanol betreiben?


Grundsätzlich kann man alle benzinbetriebenen Fahrzeuge mit Ethanol betreiben. Allerdings ist der Aufwand bei elektronischen Einspritzungen erheblich geringer als bei konventioneller Technik. Zudem sind Einspritzfahrzeuge ohne besonderen Aufwand bivalent zu fahren und somit stellt eine Ethanolumrüstung im Vergleich zu anderen Umrüstungen, wie Autogas etc., mit Abstand die preisgünstigste Variante dar, ohne Verlust von Kofferraum etc. Fuelcat hat sowohl Umrüstungen für Multipoint Systeme, als auch für Monopointsysteme (elektrischer Vergaser) im Angebot. Ferner gibt es die Möglichkeit Dieselmotoren mit einem speziellen Ethanol zu betreiben. Allerdings ist hier der Umbauaufwand recht groß, als sich auch das Tankstellennetz nicht einrichten läßt.



31T. Warum geht man nicht den einfachen Weg und erhöht den Druck durch Benzindruckregler?


Diese Maßnahme ist zwar theoretisch möglich doch wo sie angewandt wird, hauptsächlich bei älteren Fahrzeugen, ist es nur durch sehr intelligente Lösungen möglich, eine Förderkurve zu erreichen, welche der Serienkurve nahe kommt. Der Motor kann somit durch eine oberflächliche Umrüstung ohne Ingenieursleistung und vernünftige Entwicklung Schaden erleiden. Zudem wird oftmals die Kraftstoffpumpe überlastet, da sie nicht für solche Druckerhöhungen ausgelegt ist. Eine Möglichkeit der Startmehrmenge bei Kaltstarts besteht nicht und zudem kann man per Druckerhöhung das Fahrzeug nicht bivalent fahren. Zudem werden bei Druckerhöhungen Leitungen und Dichtungen meist wesentlich höher belastet als üblich, was Undichtigkeiten und Risse fördert.



32T. Wo kann ich mir einen Fuelcatsatz einbauen lassen bzw. wer kann ihn einbauen?


Die Sätze von Fuelcat sind größtenteils sehr einfach einzubauen, da sie steckfertig sind. Es wird immer der maximal mögliche einfache Einbauweg beschritten. Zudem ist immer eine sehr umfangreiche Anleitung in der jeweiligen Landessprache beigefügt, welche es teilweise Do It Yourself Mechanikern ermöglicht, die Sätze selbst einzubauen. Ansonsten sollten die Sätze von jeder KFZ-Werkstatt eingebaut werden können.



33T. Habe ich beim Ethanolbetrieb einen Mehrverbrauch?


Bedingt durch den niedrigeren Energiegehalt von Ethanol muss dem Fahrzeug eine bedingte Mehrmenge eingespritzt werden. Dieses führt üblicherweise zu einem Mehrverbrauch. Allerdings kann man diesen Mehrverbrauch durch eine bewusstere Fahrweise senken, zumal die Leistungsausbeute umgerüsteter Motoren, bedingt durch eine höhere Oktanzahl (110 Oktan), besser ist, als auch die Drehmomententwicklung. Intelligente Steuerungen werden zudem künftig den Mehrverbrauch weiter minimieren und fließen bei uns automatisch in die Software ein. Ein wesentlicher Punkt ist auch die getankte Qualität des Ethanoles, welche den Energiegehalt wiederspiegelt. Bei Ethanol mit niedrigerem Energiegehalt als in der geplanten EN Norm ist der Verbrauch höher. Aus diesem Grunde befürworten wir auch eine schnelle Normierung, da die Lieferanten im Moment an keine Norm gebunden sind. Ein Mehrverbrauch ist aber ja durchaus nicht schlimm, sondern ist abhängig vom Ethanolbezugspreis, welcher im Vergleich zu Frankreich und Schweden in Deutschland eindeutig noch erheblich zu hoch ist, obwohl die Ware aus den gleichen Raffinerien kommt - teilweise in Deutschland und insofern auch noch kurze Transportwege vorhanden sind. Stellen Sie sich die Frage nach einem Mehrverbrauch doch bitte einmal anders herum: Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie sind schon immer mit Ethanol gefahren und das ist für Sie Alltäglichkeit geworden und nun kommt ein Benzinhersteller und garantiert Ihnen einen Minderverbrauch nur eben etliche Cent teurer und zudem umweltschädlicher. Würden Sie allen Ernstes darüber nachdenken mit Benzin zu fahren?



34T. Was muß ich zur oder nach der Umrüstung beachten?


Ethanol verbrennt erheblich sauberer als Benzin. Bisherige Ablagerungen an Kolben, Ventilen und Einspritzelementen werden sich lösen. Dieses wird der Fahrer, außer bei einer intensiven Kontrolle, nicht bemerken. Allerdings empfehlen wir zur Umrüstung den Kraftstoffilter zu prüfen und nach ca. 1000km Ethanolbetrieb zu wechseln. Ethanol hat ein anderes Artgewicht als Benzinkraftstoffe und es werden Ablagerungen in Leitungen und Tanks ausgespült. Insbesondere bei älteren Fahrzeugen ist auf einen Filterwechsel Wert zu legen. Insbesondere bei älteren Fahrzeugen ist ca. 1000km nach Umstellung ebenso ein Motorölwechsel mit Filter durchzuführen, da sich auch im Motor Ablagerungen und Verkokungen lösen. Bei alten Fahrzeugen mit hohen Laufleistungen kann sich ansonsten durch die gelösten Partikel der Ölfilter zusetzen. Ein zusätzlicher Ölwechsel ist einerseits kein Kostenfaktor und wird turnusmäßig ohnehin fällig.



35T. Können die Geräte wo eine Umschaltmöglichkeit besteht auch unter Last geschaltet werden?


Ja - Umschalten während der Fahrt oder bei Drehzahl ist kein Problem und schadet weder den Fuelcatgeräten noch der serienmäßigen Elektronik.



36T. Kann ich meine Motorvorwärmung mit E85/Ethanol betreiben?


Zu dieser Frage schauen Sie sich bitte auch die Frage zur Standheizung an. Motorvorwärmanlagen arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Standheizungen. Eine Motorvorwärmung mit Ethanol zu betreiben spart selbstredend gegenüber dem Benzinpreis, spart CO² und verhindert die unheimlich hohen Verbräuche und Schadstoffemmissionen (ca. 60% der im EU Zyklus entstehenden Schadstoffemmisssionen entstehen im Warmlauf) von warmlaufenden Motoren und schafft natürlich auch an kalten Tagen schon Behaglichkeit im Wagen. Eine Motorvorwärmung armortisiert sich angesichts unheimlich hoher Verbräuche von Motoren in der Warmlaufphase recht schnell. Es ist zudem problemlos möglich auf Startmehrmengen zu verzichten, weswegen Sie problemlos auch bei extremen Minusgraden den Commander für vorgewärmte Motoren verwenden können. Achtung: Bei einer Bestellung des Gerätes für vorgewärmte Autos bitte dieses unbedingt im Textfeld des Bestellformulares nochmals vermerken. Das Gerät hat dann keinerlei Startmehrmenge.  

  



37T. Kann ich meine Standheizung mit Ethanol betreiben?


Die meisten gängigen Standheizungen können gemäß der Erfahrungen unserer Kunden und eigener Tests problemlos mit E85 und sogar E100 betrieben werden. Eine Negativerfahrung ist uns noch nicht berichtet worden. Da Standheizungen ein anderes Startsystem als Motoren haben, ist der Betrieb sogar von E100 fast ausnahmslos problemlos möglich. Auch bei der Standheizung kommt die "reinigende Wirkung" von Ethanol zur Geltung, als auch die sauberere und rückstandsfreiere Verbrennung im Vergleich zu Benzin. Der Betrieb der Standheizung mit Ethanol ist auch legal, da Ethanol gemäß EU-Biokraftstoffrichtlinie auch als Heizmittel zugelassen ist. 

  



38T. Kann ich mein auf Gas umgerüstetes Auto noch mit einer Ethanolnachrüstung versehen?


Ja das können Sie. Man kann es dann quasi trivalent oder multivalent nennen. Wichtig ist, dass unsere Geräte einen unverfälschten Einspritzimpuls bekommen, was aber bei einer abgeschalteten Gasanlage zu 99,9% der Fall ist. An der grundsätzlichen Montage unserer Geräte ändert sich dabei nichts. Sie können entsprechend der Verfügbarkeit E100, E85 oder jegliches Benzin/Ethanolgemisch fahren.

  

 



39T. Schadet Ethanol/E85 meinem Turbolader?


Ein Turbolader ist ein sehr komplexes Gebilde, welches hauptsächliche Dinge nicht mag: Mangelschmierung, Schmutz und/oder Ablagerungen. Durch den Betrieb mit Ethanol/E85 wird das Motoröl durch eine erheblich saubere Verbrennung nicht mehr durch Schmutzpartikel durchzogen, die Schmierung wird verbessert, Mangelschmierung durch zugesetzte Feinbohrungen wird vermieden. Ablagerungen und Feinstverschmutzungen auf den Schaufeln gibt es im Ethanolbetrieb nicht, weswegen der Lader wesentlich effektiver und nicht träge arbeitet, gerade bei höheren Laufleistungen als im Benzinbetrieb. Es ist aber zu beachten, dass das Motoröl nebst Filter bedingt durch die reinigende Wirkung von Ethanol nach 1000km Ethanolbetrieb gewechselt wird bzw. der Wechsel so gelegt wird, dass er in den Wartungsplan paßt.    



40T. Ist grundsätzlich jede Umrüstung problemlos durchzuführen?


Diese Frage kann man mit ja und nein beantworten. Je jünger und unberührter ein Fahrzeug ist desto unproblematischer ist die Umrüstung. Bei Fahrzeugen mit hohen Laufleistungen und Modifikationen, welche oftmals dem Nachbesitzer nicht einmal bekannt sind, kann eine Umrüstung insofern nicht erfolgreich sein, als ggf. Motorwarnleuchten aufgrund falscher Signale nach Umrüstung kommen, auch wenn des Fahrzeug vorher mit Benzin ohne Warnlampe etc. gefahren ist. Ein Grund liegt darin, dass viele Seriensteuergeräte einen ungefähren Verschleißausgleich je nach Laufleistung vornehmen. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass ein Fahrzeug mit 180.000 km ggf. ordentlich nachgeregelt ist. Wird es nun auf Ethanol umgestellt kann ggf. eine Motorwarnung etc. kommen, da der Wagen die schlagartige Veränderung im Abgassystem merkt. Es empfiehlt sich ein älteres Fahrzeug, sofern möglich, immer zunächst auf Ursprungsparameter zurück zu setzen. Liegt ein älteres Fahrzeug nach Umrüstung im Toleranzbereich, regelt es sogar im Laufe des Ethanolbetriebes die Parameter entsprechend zurück. Besondere Vorsicht ist bei Fahrzeugen geboten, welche von diversen "Gebrauchtwagenexporthändlern" stammen, welche keine KFZ-Ausbildung haben, und denen Vorschriften, Gesetze und technische Zusammenhänge oftmals völig fremd sind, aufrgund mangelnder technischer und sprachlicher Kenntnisse. Diesen ist es oftmals völlig gleichgültig welche Teile verbaut werden - Hauptsache das Auto fährt. Sie sehen, eine Umrüstung sollte auch substanzabhängig vorgenommen werden. Dennoch sind solcherlei Vorkommnisse glücklicherweise die Ausnahme.



41T. Kann ich meinen Motor nach der Nachrüstung noch voll beanspruchen?


Aber bitte - nur vergessen Sie nicht, wenn Sie unter Vollast Benzin fahren, braucht er auch erheblich mehr. Bei einem ordentlich gewartetem Motor ist Volllastbetrieb weder mit Ethanol noch Benzin ein Problem. Allerdings bedenken Sie, dass Sie in der Mehrleistungsorgie alle Tempolimits einhalten. Gerade wenn Sie mehr als 1000km gefahren haben und Kolben und Kolbenringe befreit sind von Ablagerungen und Verbrennungsrückständen, wird der Motor innermotorisch etwas besser, d.h. die Kompression wird sich erhöhen und der Wirkungsgrad verbessert sich. Nun kommt die höhere Oktanzahl und die "reinigende" Kraft von Ethanol zur Wirkung, nebst einer effektiveren Verbrennung.



42T. Können Fuelcatgeräte bei Fahrzeugwechseln mitgenommen werden?


Grundsätzlich können unsere Geräte in andere Fahrzeuge übernommen werden. Es muss sich aber immer um "artgleiche" Fahrzeuge oder Motore handeln bzw. die Geräte müssen für die wichtigsten technischen Parameter geeignet sein. So muss immer der ursprünglich für das Gerät vorgesehene Widerstand der Einspritzventile gleich sein. Änderungen der Polarität oder Stecker können bei uns zum kostengünstigen Pauschalpreis vorgenommen werden. Beispielsweise Digifantanlagen, Multipointanlagen oder Nachrüstungen für Monomotronik oder Monojetroniksysteme sind allerdings untereinander an verschiedenen Fahrzeugen nicht tauschbar, da sie immer für die entsprechenden Systeme entwickelt sind. Wenn Sie diesbezüglich eine Frage haben, senden Sie uns bitte eine Mail mit Ihrer Gerätenummer und den Parametern des neuen Fahrzeuges. Sie bekommen gewohnt schnell eine Antwort. Darüber hinaus sollten Sie sich überlegen Ihr Fahrzeug so wie es ist als FFV weiter zu verkaufen, unter Angabe der Vorteile, da eine Nachrüstung auf bivalentes Fahren eine deutliche Wertsteigerung darstellt. Ebenso sind unsere Nachrüstungen dank Ihres günstigen Kaufpreises im Gegensatz zu überteuerten Produkten jederzeit problemlos zu akzeptablen Preisen zu verkaufen.



43T. Warum können sogenannte automatische Geräte oder Autodetectgeräte gefährlich und ggf. sogar umweltschädlich sein?


Solcherlei Geräte sollen via Lamdasonde oder Sondenanschluss angeblich automatisch erkennen, welcher Kraftstoff oder welches Gemisch gefahren wird. Nun muss man aber wissen, dass die Lambdasonde im Kaltstart, im Warmlauf oder bei Vollast gar keine Werte liefert, sondern die Fahrzeughersteller aus konstruktiven Gründen in diesen Betriebszuständen aus Sicherheitsgründen feste Kennfelder fahren. Wo keine Werte kommen kann logischerweise nichts ausgewertet werden. Besonders schlimm sind solche Dinge wenn Sie Benzin nachtanken müssen, da die Geräte mangels Signale im Kaltstart und Warmlauf und Volllast oft die für Ethanol benötigte Mehrmenge geben und dann eine gnadenlos schlechte Verbrennung durch Überfettung und zudem absolut schlechte Abgaswerte nebst einem zu hohen Verbrauch produzieren. Hinzu kommt, dass selbst beheizte Lambdasonden nach dem Start erst eine gewisse Zeit benötigen, um die nötige Temperatur zu erreichen, damit sie überhaupt das Lambda messen können.
Auch kann der Katalysator beschädigt werden. Bei Betrieb mit Ethanol/E85 wird mangels Lambdasignal oftmals die benötigte Mehrmenge bei Vollast nicht gegeben, was kapitale Motorschäden zur Folge haben kann, durch Überhitzung und Magerlauf. Daher verwenden wir aus Sicherheitsgründen einen Schalter mit welchem Sie den Kraftstoff bzw. das Gemisch wählen. Eine technisch absolut einmalige Nachrüstung werden wir im Dezember 2007 präsentieren, mit einem selbstüberwachenden Kraftstoffsensor, welcher neben dem Krafststoffgemisch ebenso die Kraftstofftemperatur berücksichtigt und entsprechend die Steuerung optimiert. Der Sensor kann jedes Gemisch von 0-100% Ethanolanteil erkennen und dementsprechend den Fuelcatking (ab Dezember) beeinflussen. Der Fuelcatking (ab Dezember) kann im Übrigen via PC oder Laptop individuell für die unterschiedlichsten Anwendungen programmiert werden.



44T. Was mache ich wenn die Stecker an meinem Fahrzeug nicht passen?


Nicht ärgern: Das Fahrzeug kann mit einer Universallösung umgerüstet werden, indem die Kabel ca. 3-4cm vor den Steckern an den Einspritzventilen durchtrennt werden und die Fuelcatgeräte mit hochwertigen Schweißverbindern, welche im Lieferumfang enthalten sind, integriert werden. Man braucht nur die Kabelenden blank machen, in die Verbinder stecken und zu quetschen und anschließend mit einem Heißluftfön oder Feuerzeug verschweißen. Es entsteht eine absolut wasserdichte Verbindung. Ebenso bieten wir von vornherein einen Satz an, dessen Montage als Universallösung vereinfacht ist.  Dennoch sollten Sie sich im Zweifelsfall die Stecker an Ihrem Fahrzeug genau ansehen, da wir nahezu alle möglichen und unmöglichen Stecker im Programm haben. Im Zweifelsfall senden Sie uns bitte ein oder mehrere deutliche Fotos  eines Steckers bzw. laden es im Zuge der Bestellung über unser Bestelformular hoch.   

 



45T. Mein Auto ist getunt. Kann ich dennoch ein Fuelcatgerät einbauen?


Grundsätzlich ja, da unseren Geräten das Tuning in erster Linie egal ist. In ganz wenigen Ausnahmefällen, bei Fahrzeugen welche per Chiptuning an die asolute Leistungsgrenze geführt sind, kann es passieren, dass die Einspritzventile zu klein werden. Fals das der Fall ist, werden Sie es aber sofort bemerken, da das Fahrzeug bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen gut fährt, aber ab dem mittleren bis hohem Drehzahlbereich keine Leistung mehr hat oder ruckelt. Solche Fälle sind aber die Ausnahme.

   

 



46T. Ich habe eine Lieferung erhalten und die Polarität stimmt nicht. Was mache ich nun?


Trotz intensiver Erfassung aller Fahrzeuge in Ethanolspezifischen Datenbanken in unserem Hause kann es immer einmal vorkommen, dass die Polarität des ausgelieferten Satzes nicht zum Fahrzeug passt und dieses demzufolge nicht anspringt. Selbstverständlich können sie uns das Gerät zurücksenden und wir tauschen es unverzüglich aus. Es ist aber gerade Wochenende und Sie möchten ihr Vorhaben, das Fahrzeug nachzurüsten, umsetzen oder Sie möchten nicht weitere Zeit mit Benzinfahren verschwenden? Wie eine Umbelegung der nötigen Stecker funktioniert und wie es gemacht wird sehen Sie hier.

Bedingt durch unsere schon sehr lange Erfassung von Fahrzeugen in Datenbanken ist die Gefahr, dass einmal die Polarität nicht stimmt, sehr gering. In den Fahrzeugserien kann aber dennoch einmal die Polarität wechseln, was einem klassischen Einspritzventil egal ist, da es mit beiden Polaritäten arbeiten kann. Konstruktiv ist es aber nicht möglich ein Gerät herzustellen, welches eine automatische Polaritätserkenung hat und dabei 100%ig funktioniert (Wir experimentieren in dieser Richtung schon sehr lange aber bei einer automatischen Polaritätserkennung schleichen sich dann andere Fehler ein). Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, das Gerät frei einzusenden und wir tauschen es sofort aus. Eine andere Möglichkeit ohne großen Zeitverlust besteht darin, die Stecker im Eingang des Fuelcatgerätes zu tauschen. Hierzu kann man mit einer Büroklammer, falls kein Spezialwerkzeug zur Hand ist, die kleinen Widerkaken, welche die Pins halten, von vorn zurückdrücken und den Pin nach hinten mitsamt der Gummidichtung aus dem Stecker zu ziehen. Man sollte sich ggf. die Farben vorher notieren. Nun werden die Pins umgekehrt in die Stecker eingeschoben und die Dichtung hinten wieder eingedrückt. Wie schon erwähnt reicht es, dieses auf der Eingangsseite unserer Geräte zu machen, also dort wo der fahrzeugseitige Originalstecker mit unserem Stecker verbunden wird.     



47T. Warum verwendet man bei Fuelcat keine Steckverbindungen am Übergang von Steuergeräten zu den Kabelbäumen?


Jede Steckverbindung stellt immer einen zusätzlichen Gefahrenpunkt für eine Fehlfunktion im Dauerbetrieb dar. Wird eine Steckverbindung gewählt, so muss diese absolut feuchtigkeitsdicht sein. Eine solche Verbindung ist kostenmäßig im Vergleich zu einer ungeschützten nicht zu unterschätzen und macht in 99% aller Fälle keinerlei Sinn. Im Gegenteil, gerade im Bereich von Sensorverbindungen ist jegliche Feuchtigkeit sehr gefährlich, da durch Kriechströme sehr leicht falsche Werte geliefert werden, welche einen Totalausfall oder Beschädigung des Motors verursachen können. An solchen Verbindungen bedarf es nicht einmal eines großen Wasserdurchsatzes sondern es reicht oftmals schon eine leichte Benetzung oder hohe Luftfeuchtigkeit. Insofern verzichten wir auf Steckverbindungen zu unseren Geräten, da diese dann zudem zwingend im Innenraum des Fahrzeuges untergebracht werden müssten. Dabei müssten wiederrum sehr große Löcher in die Karosserie gemacht werden, um besagte Stecker hindurch zu führen, und hier ist schon wieder eine Stelle, welche undicht werden kann. Nichts desto trotz können wir selbstredend gegen Aufpreis auf Kundenwunsch im Einzelfall eine entsprechende wasserdichte Steckverbindung auch in den Kabelbaum zu unseren Geräten anbringen.



48T. Wenn nötig wie stelle ich die Ohmzahl meines Fahrzeuges fest?


Ganz wichtig zu dieser Frage ist nicht das Telefon in die Hand zu nehmen und Ihre Werkstatt anzurufen oder in Foren zu fragen. Die Informationen welche aus Erfahrung, Erinnerung oder schneller Erledigung gegeben werden sind in 50% aller Fälle warum auch immer - f a l s c h!!

Beauftragen Sie einen Fachmann welcher nach der folgenden Anleitung vorzugehen hat.



49T. Wenn ich ein Gasfahrzeug auf E85/Ethanol nachrüste, muss ich dann die Zündkerzen tauschen?


Bei den vielen Problemen von Gasanlagen sollte ein Fahrzeug nur mit E85/Ethanol nachgerüstet werden, welches seit längerer Zeit einwandfrei mit der Gasanlage läuft. Eine Ethanolnachrüstung ist keine Problemlösung für eine ineffeffektive Gasanlage.

Sofern bei der Gasumrüstung die originalen Zündkerzen verwendet worden, besteht keine Veranlassung diese zu tauschen. Sollten bei der Gasumrüstung andere Wärmewerte verbaut sein, empfehlen wir den Gasumrüster/Hersteller zu kontaktieren. Sollte ein Kerzenwechsel anstehen, empfehlen wir für das Fahrzeug geeignete Platinkerzen zu verwenden.



50T. Kann man Ethanol E85 mit Bleizusätzen versehen für Motoren welche kein bleifreies Benzin vertragen?


Versuche bei uns im Hause als auch im Labor haben ergeben, dass sich diese Zusätze mit Ethanol E85 vertragen und auch bei längerer Standzeit keine nennenswerte Entmischung feststellbar war.
Eine chemische Reaktion fand nicht statt.
Da diese Zusätze das Schmierverhalten an nicht gehärteten Ventilsitzringen verbessern werden sie dieses auch im Betrieb mit E85 Ethanol tun.
Da der von uns verwendete Zusatz keine Auffälligkeiten zeigte und wir davon ausgehen, dass die Zusätze alle ähnlich aufgebaut sind dürfte es mit anderen Zusätzen auch keine Probleme geben.
Da es aber nicht unser Tagwerk ist alle Zusätze zu testen verstehen Sie die Beantwortung dieser Frage bitte lediglich als eingeschränkt. 



51T. Kann man auch ein Luftfahrzeug mit E85 betreiben?


In einer Mitteilung der Vereinigung OUV  tauchte ein Bericht auf in welchem  in England spekuliert  wurde - allerdings nur theoretisch  auch Luftfahrzeuge nachzurüsten. Generell eine Idee welche man aufgreifen kann aber in der Theorie ist meist alles einfacher als in der Praxis. In der Luftfahrt herrscht häufig das Problem, daß sich Wasser/Kondensat in den Treibstofftanks ansammelt welcher gefrieren kann. Zwar macht der Pilot im Rahmen seiner Abflugkontrolle eine Entwässerung aber dennoch kann eine Vereisung und Klumpenbildung in Verbindung mit dann verstopften Leitungen nicht ausgeschlossen werden. Unter diesem Aspekt bietet Ethanol/E85 den Vorteil, daß es wasserlöslich ist und sich Wasser mit dem Kraftstoff vermischt. Die Gefahr der Klumpenbildung ist ausgeschlossen und der leicht verminderte Energiegehalt kann wie im folgenden aufgezeigt ausgeglichen werden. Die Absetzung oder Entmischung von Kraftstoff und Wasser wie bei konventionellen Kraftstoffen dauert erheblich länger und geschieht bei E85/Ethanol erst ab etlichen Monaten Standzeit. Da Luftfahrzeuge teilweise eine  recht altmodische Technik besitzen wo das Lamda noch manuell geregelt wird per Chokehebel sind Nachrüstungen gerade unter dem Aspekt der Sicherheit nicht anzuraten. Der Aufwand die alten Vergasersysteme nachzuarbeiten ist zu  komplex als auch in  jedem Betriebszustand und in jeder Höhe das richtige Gemisch herzustellen. Eine  Nachrüstung gerade bei  Luftfahrzeugen ist erheblich aufwendiger  und  komplexer  als bei  Straßenfahrzeugen.  Hier kann man nicht  rechts  ran fahren und  kleine Veränderungen vornehmen als auch die Gemischzusammensetzung gerade bedingt durch große Höhenunterschiede  exorbitant schwanken kann. Befürworten können wir die Nachrüstung bei modernen Luftfahrzeugen wie beispielsweise den Helikoptern der Firma Rotorway welche über Einspritzsysteme  verfügen und die  mit einer  doppelten Sicherheit welche ohnehin üblich ist ausgerüstet sind. Hier ist es ebenso problemlos möglich ein Steuergerät von uns einzusetzen. Auch sind wir hier in der Lage die Sicherheitsfunktion komplett zu erhalten.  Wenn beispielsweise alle  vier Einspritzventile auf einmal ausfallen würden so ist es uns möglich ein Notventil anzusteuern welches über einen zentralen Punkt dann alle Zylinder  mit einer Notversorgung  versehen. Nachrüstungen für diverse Luftfahrzeuge werden nur durch uns direkt eingebaut bzw. nach Installation durch Dritte von uns abgenommen. Sie sind nur zulässig bei Luftfahrzeugen mit X-Zulassung.



Hier finden Sie FAQs aus dem Bereich "Rechtliches"




52R. Kann ich Ethanol E85 zum Eigengebrauch auch lagern


Die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten wird in Deutschland (EU Länder haben  ähnliche Regeln) in der TRbF20, Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten und Läger geregelt. Da dieses Werk recht umfangreich ist, bitte dazu in den einschlägigen Suchmaschinen suchen. Parallel zur TRbF ist das WHG sprich Wasserhaushaltsgesetz zu beachten. Bei E85 ist zu beachten, dass der 15%ige Benzinanteil bei Leckagen sehr problematisch ist, während Ethanol relativ unkritisch ist, abgesehen von der bei beiden Stoffen vorhandenen Feuer- und Explosionsgefahr.

        



53R. Wo wird der Einsatz von Ethanol in Kfz. eigentlich geregelt und/oder legalisiert?


Die EU hat sich bereits vor etlichen Jahren mit Biokraftstoffen beschäftigt, was ihr bereits massive Drohungen aus arabischen/ölfördenden Ländern eingebracht hat. Berücksichtigt man, dass bereits im Jahre 2003 Richtlinien verabschiedet wurden (es ist die Vorbereitungszeit zu berücksichtigen), so erkennt man, dass sich die EU schon sehr lang Gedanken macht, um eine Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu vermindern und einen Wandel einzuleiten. So wurde bereits am 17. Mai 2003 die Richtlinie 2003/30/EG des europäischen Parlaments und des Rates zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor in Kraft getreten. Mit dieser Richtlinie wurden Richtwerte für Mindestanteile an Biokraftstoffen im Kraftstoffmarkt beschlossen.

Die Umsetzung dieser Richtlinie unterstützt die europaweite Markteinführung von Biokraftstoffen, schafft damit einen neuen Absatzmarkt für landwirtschaftliche Rohstoffe und trägt zu einer weiteren Emissionsminderung speziell im Verkehrssektor bei. Ferner wird der Einsatz von biogenen Kraftstoffen in der III. EU Richtlinie EU-com-2004-366, vom 26.05.2004 geregelt. Eine Vielzahl von Bröschüren und Erläuterungen seitens der EU geben nationalen Gremien detaillierte Hilfestellung zur Zielpolitik und Einzellösungen, werden aber derzeit teilweise vom lokalen Amt bis zum Ministeriuim oftmals aus Unwissenheit ignoriert. Dennoch existieren auch national eine Vielzahl von Weisungen und Richtlinien welche sich stets weitestgehend an die EU Vorgaben halten.  

 



54R. Kann ich mein Ethanol selbst herstellen?


Ja, das kann man problemlos - man darf es nur nicht. Destillen bekommt man auch für größere Mengen überall zu kaufen. Leider gibt es in Deutschland aber das sogenannte Branntweinmonopol, welches einerseits den Import von günstigen Alkoholen weitestgehend unterbindet und andererseits den Alkoholproduzenten einen stabilen Preis sichert. Gedacht war das Branntweinmonopol, um in langer Vorzeit die Bürger davor zu schützen, sich "blind" zu trinken. Denn vom Genuss von übermäßigem Ethanolalkohol wird man bekanntermaßen blind. Ethanol oder Methylalkohol darf allerdings nur mit bestimmten, gesetzlich vorgeschriebener Vergällung verkauft werden, um ihn ungenießbar zu machen, als auch die gesamte Handhabe sehr genau durch den Zoll überwacht wird. Vermutlich im Jahre 2010 fällt aufgrund einer EU Richtlinie das Branntweinmonopol und es bleibt abzuwarten, ob man dann seinen Treibstoff selbst herstellen darf.



55R. Muß ein Zusatzgerät noch irgendwie elektrisch geprüft sein?


Ja das muss es. Es ist nach einschlägigen EU-, als auch nationalen Vorschriften zu prüfen, insbesondere wenn es sich um ein Bauteil handelt, welches in ein KFZ eingebaut wird. Es ist sicherzustellen, dass es nicht wichtige Bauteile, wie beispielsweise das ABS, Wegfahrsperre oder andere sicherheitsrelevante Bauteile beeinflußt oder gar still legt oder gar Störeinflüsse auf die Umwelt ausübt, wie Fernsehempfänger oder Funkanlagen von Polizei oder Rettungsdiensten. Im Rahmen einer betrieblichen Zertifizierung kann bei geprüften Geräten ein entsprechender Nachweis wie das CE-Zeichen angebracht werden.



56R. Muß ich eine Umrüstung meines Fahrzeuges in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen?


Eine Änderung oder Veränderung am Fahrzeug ist meist eintragungspflichtig oder kann per ABE oder EG Genehmigung eintragungsfrei vorgenommen werden. In Ermangelung europaweiter Prüfnormen als auch nationaler Prüfnormen kann derzeit keine Prüfung stattfinden, welche auch für die Zukunft Bestand hat. Dieses gilt gerade auch für Ethanolnachrüstungen. In Deutschland hat sich der TÜV darauf geeinigt derzeit keine Prüfungen für Ethanolnachrüstsätze durchzuführen, weswegen Sie werbliche Versprechungen von uns auch nicht vernehmen werden. Auch Versprechungen Geräte im Nachhinein nach Auslieferung mit Abnahmen zu versehen sind wertlos und unseriös. Das Aufkommen von Ethanolnachrüstungen und Nachfragen überfordert zudem viele Prüfer, welche von Ihren Dachorganisationen mit Stand 12/2007 gar nicht oder nur sehr mangelhaft über die Thematik informiert haben. An dieser Stelle sei übrigens der Prüfdienst KÜS (www.kues.de) lobend zu erwähnen, welcher seinen Prüfern sogar ein Seminar zu alternativen Kraftstoffen anbietet. Also bitte schon aus reiner Symphathie für so viel Engagement in einer neuen Thematik die nächste Prüfung beim KÜS durchführen lassen.   

Je nach TÜV GmbH & Co KG`s werden den Kunden und Prüfern teilweise die unterschiedlichsten Informationen  an die Hand gegeben.Es sollten dabei zwei Dinge berücksichtigt werden. Alle TÜV`s sind Firmen wie jede andere auch und somit profitorientiert. Sie sind keinesfalls mit dem Gesetz- oder Vorschriftengeber zu verwechseln. TÜV Prüfer müssen das herausgeben bzw. dürfen nur das wiedergeben, was die Geschäftsleitungen Ihnen vorgeben getreu dem Motto "wessen Brot ich ess" dessen Lied ich sing. Leider haben sich die maßgeblichen Stellen oft auch nicht mit Ethanolnachrüstungen befasst d.h. auch dort herrscht oft nur ein recht lückenhafes Wissen vor. Wie sprunghaft die Informationen an Prüfer und Kunden sind sehen Sie beispielsweise an den Informationen des TÜV Nord. In Ermangelung eines definierten Prüfkraftstoffes  E85  (Prüfkraftstoffe  für Abgasmessungen sind  nicht  die  Kraftstoffe von der Tankstelle  sondern europaweit einheitliche Testkraftstoffe) möchte man in Pkt. 2 der Fachinformation  ein Ethanolfahrzeug mit Benzin messen. Zumindest baut man hier eine kleine Brücke nur warum soll ein Benzinfahrzeug welches bereits in Verkehr ist und somit die Abgasbestimmungen erfüllt nochmals mit Benzin nachgemessen werden zumal bei Benzinbetrieb alle unsere Systeme die Originaldaten verwenden und keinerlei Veränderung des Abgasverhaltens bewirken? Es wird eben Zeit für eine einheitliche Regelung welche durch die EU zu erwarten aber sicherlich nicht durch  diverse  getaktete  Rundschreiben  und Eigenkreationen  bewirkt wird.  Die EU- Regelung wird zudem den Vorteil haben, daß der Kunde dieses  aufwendige Verfahren  nach §21  nicht bezahlen muß  nebst Gebühren  für die Änderung der Fahrzeugpapiere an der Zulassungsstelle was gesamt bei ca. 120EUR allein an Gebühren liegt nebst des Zeitverlustes.

Hier finden Sie auszugsweise die Information des TÜV Nord.

TÜV Rundschreiben

 

Nun gibt es aber ja von fast jedem Hersteller ein FFV oder mittlerweile ganze Flotten welche für Ethanolbetrieb ausgelegt sind. Wohlgemerkt ausgelegt nicht zugelassen. Die Fahrzeughersteller haben sich den Umstand notgedrungen zu Nutze gemacht und fahren ihre Fahrzeuge mangels Prüfnormen in den Abgastest lediglich mit einem vorgeschriebenen Testbenzin. Selbst wenn der Hersteller sein Fahrzeug mit Ethanol messen wollte, so scheitert dieses schon an einer derzeit fehlenden Normung als auch widerrum an einer Vorschrift was im EU Testzyklus zu verwenden ist. Insofern legt er sein Fahrzeug mittels werksseitiger Soft- und Hardware so aus, daß das Fahrzeug in der EU Abgasprüfung den Zyklus mit Benzin besteht. Fährt der Kunde nach Auslieferung aber Ethanol (was er ja durch EU Verordnung auch ohne Nachrüstung darf) so sind diese Abgaswerte welche mit nun veränderter Software entstehen nicht geprüft oder nachgewiesen. Diese Dinge werden von den Prüfinstitutionen welche die entsprechenden Gutachten erstellen toleriert denn auch Software und Hardware wie andere Lambdasonden sind im Rahmen einer solchen Zulassung zu prüfen. Das Argument "Wir wußten ja nicht" gilt hier keinesfalls Es gibt hier die merkwürdigsten mündlichen Erklärungen seitens der Kraftfahrtbundesamtes oder des Bundesverkehrsministeriums um diesen Zustand zu rechtfertigen. Allerdings konstruieren wir unsere Geräte nach dem gleichen Muster. Fährt der Kunde mit Benzin schaltet er auf Benzin und fährt nun mit originalen Fahreugdaten. Er verändert nichts und unsere CE geprüften Geräte darf er ohne wenn und aber einbauen ohne das es dazu eines Nachweises bedürfte. Schaltet er unsere Geräte nun auf Ethanolbetrieb macht er nichts anderes als der Hersteller - er verändert nun seine Einspritzung und optimiert sein Fahrzeug für den Ethanolbetrieb. Eine Kontrolle des Systemes bzw. Fahrzeuges findet weiterhin über die Lambdasonde bzw. das bordeigene System statt welches bei nicht korrektem Abgaswert eine Fehlermeldung auslösen würde. Bis auf eine manuelle Umschaltung macht der Verwender unserer Geräte also nichts anderes als der Hersteller und wird durch das Fahrzeug kontrolliert. Eine weitere Variante bieten wir wie Sie unter Neuigkeiten in 2008 an mit einem wirklichen Kraftstofferkenungssensor welche im Gegensatz auch zu etlichen Hertstellern den vorhandenen Kraftstoff wirklich erkennen kann und das System entsprechend darauf einstellt. Es stellt sich also die Frage warum der Kunde unserer Geräte einen Nachweis erbringen soll für Ethanolbetrieb - der Hersteller aber nicht. Diese Ausführungen gelten ausdrüclich nicht für sogenannte automatische Geräte welche wir selbstredent auch bauen können und auch entwickelt haben da diese Geräte bei nicht warmer Lambdasonde oft erheblich zu viel Kraftstoff im Kaltstart einspritzen lassen. Einige Prüfdienste teilen unsere Meinung und würden gern nationale Papiere erstellen, möchten aber, daß die Fahrzeuge dann mit Benzin gemessen werden was der Hersteller aber ja ohnehin bei der Homologation gemacht hat. Das Umsatzdenken läßt grüßen zumal der Abnahmemarkt heiß umkämpft wird von den TÜV`s. Insofern warten wir auf konkrete EU Vorgaben (Es werden für FFV und Nachrüstungen eigene Vorgaben kreiert) und werden dann unsere Prüfungen im kostengünstigeren Ausland machen lassen welche in der gesamten EU anerkannt werden müssen.  Bei einer derzeitigen Nachrüstung empfehlen wir die Nachrüstung der Versicherung anzugeben und sich bestätigen lassen. Dieses wird eine Versicherung auch ohne Aufpreis machen da für sie das Risiko gleich null ist. Somit bleibt auch nach der Umrüstung der Versicherungsschutz erhalten. In einigen EU Ländern erhalten Kunden welche mit Ethanol/E85 fahren sogar schon Rabatte.

Und sollte Ihnen ein Prüfdienst vorwerfen Sie würden mit einer Ethanolnachrüstung von uns fahren oder sich als Besserwisser betätigen wollen so fragen Sie ihn doch einfach warum er es bei einem Fahrzeughersteller bzw. seiner Abnahme in Kenntniss toleriert statt sofort dafür zu sorgen, daß dem Hersteller die Genehmigung entzogen wird denn er weiß um diesen Umstand.......